„MITEINANDER SPRECHEN STATT ÜBEREINANDER REDEN 2.0“
Fortsetzung des Dialogs zwischen BAND e.V. und DBRD e.V. für Zusammenarbeit und konstruktive Auseinandersetzung, Juli 2026
In der prähospitalen Notfallmedizin arbeiten Notfallsanitäterinnen, Notfallsanitäter, Notärztinnen und Notärzte regelmäßig eng, vertrauensvoll und zielorientiert zusammen. Auch in der Zusammenarbeit zwischen den Verbänden haben BAND e.V. und DBRD e.V. die regelmäßig stattfindenden Gespräche nun dazu genutzt, die vor sechs Jahren formulierte Position zu konstruktiver Zusammenarbeit noch einmal zu bestärken. In einer Zeit des gesellschaftlichen Umbruchs und einer Vielzahl sich verändernder gesetzlicher Rahmenbedingungen kommen weitere, spürbare Veränderungen auf alle zu, die an der notfallmedizinischen Versorgung der Bevölkerung beteiligt sind. Aktuelle Diskussionsprozesse werden gerade in den sozialen Medien nicht selten pointiert und emotional geführt. In diesem Zusammenhang halten BAND e.V. und DBRD e.V. an den Grundsätzen ihres 2020 veröffentlichten Positionspapiers fest.
Unter den gemeinsamen Zielen beider Berufsgruppen stehen die Sicherheit und bestmögliche Versorgung der Notfallpatientinnen und -patienten an oberster Stelle. Damit diese erreicht werden können, wirken BAND e.V. und DBRD e.V. auf eine wertschätzende, von gegenseitigem Respekt geprägte Zusammenarbeit aller Mitarbeitenden im Einsatz und bei der Einsatzplanung hin. Beide Berufsgruppen wollen kooperativ zur Gestaltung eines effizienten und zukunftsorientierten Rettungsdienstes beitragen.
Hinsichtlich 2020 noch bestehender Rechtsunsicherheiten haben sich inzwischen durch die Einführung von §2a NotSanG und die Änderung des BtMG §13 greifbare Verbesserungen ergeben. Trotzdem halten Diskussionen über Anwendbarkeit und Interpretation an. Wir halten es für wichtig, dass dieser Diskurs sachlich und respektvoll geführt wird.
Durch Konzentration auf rettungsdienstliche Aufgaben und sinnvollen Ressourceneinsatz können die Berufszufriedenheit der Mitarbeitenden gesteigert und ein drohender Fachkräftemangel gemindert werden.
Durch gezielte, interprofessionelle und regelmäßige Fort- und Weiterbildungen sowie Teamtrainings können alle notfallmedizinischen Berufsgruppen auf zukünftige Herausforderungen vorbereitet werden.
Bundesweit vergleichbare Mindeststandards in der Ausstattung von Rettungsmitteln sowie eine differenzierte Anwendung der spezifisch erworbenen Kompetenzen aller im Rettungsdienst Tätigen auf Basis von Leitlinien der medizinischen Fachgesellschaften können die Patientensicherheit verbessern.
In den letzten Jahren haben BAND e.V. und DBRD e.V. bereits in zahlreichen Positionen, Stellungnahmen und Arbeitspapieren konstruktiv zusammengearbeitet. Diese Kooperation soll zukünftig intensiv fortgeführt werden. Hierzu wird ein regelmäßiger Austausch stattfinden.
Über die BAND e.V.
Die Bundesvereinigung der Arbeitsgemeinschaften der Notärzte Deutschlands (BAND) e.V. ist die Dachorganisation der 12 deutschen Notarztarbeitsgemeinschaften. Satzungsgemäß wahrt sie die überregionalen Interessen aller Mitgliedsarbeitsgemeinschaften als deren einheitliche berufspolitische Vertretung in der Notfallmedizin, koordiniert die Aktivitäten der Mitgliedsarbeitsgemeinschaften, wirkt auf eine kontinuierliche Verbesserung der notfallmedizinischen Versorgung der Bevölkerung und eine bundesweit einheitliche Qualifikation der Notärzte hin und leistet die zentrale Öffentlichkeitsarbeit in der Notfallmedizin für alle Mitgliedsarbeitsgemeinschaften. Insgesamt vertritt sie so die Interessen von den rund 12.000 Mitgliedern der regionalen Notarztarbeitsgemeinschaften.
Über den DBRD e.V.
Der DBRD ist die berufsständische Vertretung des deutschen Rettungsfachpersonals. Wir treten ein für eine Verbesserung der präklinischen Versorgung aller dem Rettungsdienst anvertrauten Patienten, nach derzeit geltendem wissenschaftlichen Stand und den jeweils aktuellen Leitlinien der Fachgesellschaften, Verbesserung und Vereinheitlichung der Aus- und Fortbildung des Rettungsfachpersonals, Etablierung und Unterstützung von geeigneten zertifizierten Kurssystemen, Verbesserung der Öffentlichkeitsarbeit und der Außendarstellung des Rettungsdienstes, Unterstützung und Durchführung von Forschungsprojekten zu notfallmedizinischen und rettungsdienstlichen Fragestellungen sowie die Verbesserung der Schnittstellenproblematiken mit Kliniken, Feuerwehr, Polizei, Arztpraxen und Notdiensten.
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